Hörgerät bei Demenz: Checkliste für Angehörige
Ein Hörtest statt Schätzung, Einstellung beim Akustiker, eine feste Routine, ein Blick auf den Nutzen und verteilte Aufgaben: Das legt eine Interviewstudie mit 45 Beteiligten für den Alltag nahe.
Ein Hörgerät hat im Alltag mit Demenz eher eine Chance, wenn fünf Dinge stimmen. Dazu gehören ein echter Hörtest, Einstellung und Nachsorge beim Hörakustiker und eine feste Tagesroutine. Hinzu kommen ein Blick auf den tatsächlichen Nutzen und eine faire Arbeitsteilung. Das leitet sich aus einer Interviewstudie mit 45 Beteiligten ab. Befragt wurden je 15 Menschen mit Demenz und Hörverlust, pflegende Angehörige und Fachkräfte der Altenpflege.
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Kernaussagen — auch ohne Abo
- Hörtest in der HNO-Praxis statt Selbsteinschätzung: Betroffene und Angehörige schätzten das Hören in der Studie oft unzuverlässig ein.
- Einstellung und Nachsorge beim Akustiker nehmen Angehörigen die größte Unsicherheit ab, nämlich das Programmieren und Nachjustieren.
- Eine feste Tagesroutine zum Einsetzen, Laden und Reinigen sowie ein Beobachtungsbogen machen den Nutzen sichtbar.
- Teilen Sie die Aufgaben auf mehrere Personen auf. Die Befragten fürchteten, dass die Dauerbetreuung sie erschöpft.
- Die Studie ist eine qualitative Interviewstudie (n = 45, Evidenzgrad 3) zu US-Hörgeräten ohne Rezept. Sie misst keine Wirkung.
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Facilitators and Barriers to Over-the-Counter Hearing Aid Use in People With Dementia: Semistructured Interview Study
Abstract
<h4>Background</h4>Over-the-counter (OTC) hearing aids were introduced to improve the affordability and accessibility of hearing health care for adults with perceived mild-to-moderate hearing loss. While these devices have demonstrated effectiveness in cognitively healthy older adults-particularly in the domains of audibility, self-reported hearing ability, and speech recognition in quiet-their use and outcomes in people with dementia remain underexplored. This issue warrants further attention, as people with dementia often experience co-occurring hearing loss and may rely on OTC hearing aids to overcome cost and access barriers to prescription amplification. However, given the cognitive and functional challenges of dementia, it is unclear whether and how OTC hearing aids can support the hearing care needs of these individuals.<h4>Objective</h4>To explore interest-holder perspectives on the feasibility and acceptability of OTC hearing aids for community-dwelling older adults with dementia, identifying key facilitators and barriers that influence their use in this population.<h4>Methods</h4>Semistructured interviews were conducted with 45 participants across three interest-holder groups (15 per group): (1) community-dwelling older adults with dementia and hearing loss, (2) family caregivers of community-dwelling older adults with dementia and hearing loss, and (3) geriatric direct care professionals. Interviews were conducted and recorded via secure Zoom (Zoom Communications)
Quellen aus Europe PMC, ausschließlich CC0, CC BY oder CC BY-SA. Der redaktionelle Text ist eine eigene Formulierung, keine Übernahme aus den Originalarbeiten.
Medizinische Prüfung: Dr. med. Anna Reuter, Fachärztin für Innere Medizin, 08. Juli 2026.
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