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Schlaflosigkeit und Parkinson: Was eine finnische 25-Jahre-Studie zeigt – und was nicht

Eine finnische Langzeitstudie spricht eher dafür, dass häufige Schlaflosigkeit ein Risikofaktor für Parkinson ist und nicht nur ein frühes Symptom. Der Effekt ist aber mäßig, und das absolute Risiko bleibt klein.

Häufige Schlaflosigkeit ist laut einer großen finnischen Studie wahrscheinlich mehr als ein frühes Zeichen von Parkinson. Sie könnte ein eigenständiger Risikofaktor sein. Das zeigt eine Kohortenstudie mit 73.281 Teilnehmenden, die im Mittel fast 25 Jahre lang beobachtet wurden. Der Effekt ist allerdings mäßig. Und als Beobachtungsstudie zeigt sie einen Zusammenhang, aber keinen Beweis für Ursache und Wirkung.

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  • In der finnischen FINRISK-Kohorte mit 73.281 Teilnehmenden hatten Menschen mit häufiger Schlaflosigkeit ein höheres Parkinson-Risiko (IRR 1,54, unter Berücksichtigung des Todes als Konkurrenzrisiko 1,26).
  • Der Zusammenhang blieb bei mehr als 20 Jahren Beobachtung bestehen (IRR 1,37), auch der genetische Risikowert für Schlaflosigkeit war damit verknüpft. Das spricht eher für einen Risikofaktor als nur für ein Frühsymptom.
  • Die Schlafdauer allein hing nicht mit Parkinson zusammen.
  • Das absolute Risiko ist klein: 239 gegenüber 130 Fällen pro 100.000 Personenjahre (Rohwerte).
  • Ob eine Behandlung der Schlaflosigkeit das Parkinson-Risiko senkt, ist nicht belegt. Sinnvoll ist sie trotzdem für die Gesundheit insgesamt.

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Belege (1)

Open-Access-Publikationen mit offener Lizenz, direkt verlinkt.

Insomnia, sleep duration and incident Parkinson's disease in the Finnish population cohort

●●●○○ Brain communications·2026· 0 Zitationen· cc by Original ↗
Abstract

Sleep problems are common in Parkinson's disease. Several lines of research have linked insufficient sleep to neurodegenerative processes, raising the possibility that sleep disturbances may serve as aetiological risk factors for neurodegenerative diseases. However, most cohort studies on sleep traits and Parkinson's disease have been too short to disentangle risk factors from prodromal symptoms. This study investigated the association of insomnia and sleep duration with incident Parkinson's disease in a Finnish cohort with long follow-up and modelling for the competing risk of death. The study included 73 281 Parkinson's disease-free participants with a mean age of 45.7 (12.3) years from the National FINRISK Study surveys conducted every 5 years from 1972 to 2012. Insomnia (never, sometimes and often) and night-time sleep duration (<7 h, 7-8 h, >8 h) were self-reported at baseline and linked with health register data on incident Parkinson's disease. We applied both a cause-specific hazard model (Poisson) and a subdistribution hazard model (Fine-Gray) accounting for the competing risk of death. Additionally, we examined associations between polygenic risk scores for the sleep traits and Parkinson's disease. During 1 806 843 person-years of follow-up (mean 24.6 ± 12.4 years), 2679 participants developed Parkinson's disease. The cause-specific hazard model showed an association of insomnia reported as sometimes (IRR 1.14, 95% CI 1.05-1.24) and often (IRR 1.54, 95% CI 1.35-1.75)

Quellen aus Europe PMC, ausschließlich CC0, CC BY oder CC BY-SA. Der redaktionelle Text ist eine eigene Formulierung, keine Übernahme aus den Originalarbeiten.

Medizinische Prüfung: Dr. med. Anna Reuter, Fachärztin für Innere Medizin, 27. April 2026.