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Zwei Glasschälchen mit bernsteinfarbenem Fischöl nebeneinander auf einem Holztisch, daneben eine frische Makrele im Morgenlicht

Reines EPA oder EPA plus DHA? Warum sich zwei große Herzstudien widersprechen

Ob hochdosiertes Omega-3 Menschen mit hohem Herzrisiko hilft, ist offen. REDUCE-IT fand mit reinem EPA weniger schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse, STRENGTH mit EPA plus DHA keinen Nutzen. Den Grund kennt bisher niemand sicher.

Die kurze Antwort: Der Nutzen hängt nach heutigem Stand wohl vom Präparat ab. Gesichert ist auch das nicht. Beide Studien waren groß, randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert. Beide prüften Omega-3 bei Hochrisikopatienten, die bereits ein Statin nahmen. REDUCE-IT senkte mit gereinigtem EPA das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse (MACE). STRENGTH zeigte mit EPA plus DHA keinen Nutzen. So fasst es eine Übersichtsarbeit in Frontiers in Nutrition (2024) zusammen. Sie wertet keine neuen Daten aus, sondern ordnet ein und stellt Hypothesen auf. Ihre Beweiskraft ist entsprechend begrenzt.

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Kernaussagen — auch ohne Abo

  • REDUCE-IT (reines EPA, Mineralöl als Placebo) fand weniger schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse, STRENGTH (EPA plus DHA, Maisöl) nicht.
  • Mögliche Gründe: höhere EPA-Dosis und höherer EPA-Spiegel (144,0 gegen 89,6 µg/ml), unterschiedliche Formulierung, die Frage nach neutralen Vergleichsölen.
  • Die Autoren vermuten, dass nicht ausgewertete Daten zu Ruhepuls, HRV und ethnischen Untergruppen den Widerspruch erklären könnten. Das ist eine Hypothese.
  • Die Ergebnisse gelten für Hochrisikopatienten mit Statin und verschriebenem Präparat, nicht für frei verkäufliche Fischölkapseln.

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Belege (1)

Open-Access-Publikationen mit offener Lizenz, direkt verlinkt.

Unraveling the discrepancies between REDUCE-IT and STRENGTH trials with omega-3 fatty acids: new analytical approaches

●●●○○ Frontiers in nutrition·2024· 9 Zitationen· cc by Original ↗
Abstract

Two large-scale, randomized, double-blind, placebo-controlled trials-REDUCE-IT and STRENGTH-have garnered significant attention in cardiovascular medicine. Both trials aimed to evaluate the effects of prolonged administration of nutritional lipids, specifically omega-3 fatty acids, on major adverse cardiovascular events (MACEs) in high-risk patients undergoing statin therapy. REDUCE-IT used eicosapentaenoic acid (EPA) ethyl ester with mineral oil as a control, while STRENGTH utilized a carboxylic acid formulation of both EPA and docosahexaenoic acid (DHA) with corn oil as a control. Notably, REDUCE-IT demonstrated a reduction in MACE risk with EPA, whereas STRENGTH showed no such benefit with the combination of EPA and DHA. Despite extensive and insightful discussions following the publication of these trials, the underlying reasons for this discrepancy remain elusive. We posit that further investigation into resting heart rate (RHR), heart rate variability (HRV), and ethnic subgroup data-collected but not fully explored-is critical to unraveling the divergent outcomes of the REDUCE-IT and STRENGTH trials. These additional analyses could provide pivotal insights into the mechanisms driving the differential effects of omega-3 fatty acids in high-risk cardiovascular patients. Given that previous discussions have not fully addressed these potential variables, exploring them may illuminate unexplored pathways and offer a deeper understanding of the mechanistic and clinical roles

Quellen aus Europe PMC, ausschließlich CC0, CC BY oder CC BY-SA. Der redaktionelle Text ist eine eigene Formulierung, keine Übernahme aus den Originalarbeiten.

Medizinische Prüfung: Dr. med. Anna Reuter, Fachärztin für Innere Medizin, 07. Mai 2026.